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Freitag, 6. Februar 2015

Zufallsmimose???



Moin moin, eigentlich sollten das Affenbrotbäumchen werden. Zumindestens hatte ich fünf große Affenbrotsamen, der Anleitung entsprechend, einige Stunden in Wasser eingeweicht und dann ausgesät. Gesprossen sind sie bisher nicht, dafür haben zwei kleine Mimosen das Licht der Welt erblickt. Damit hätte ich nun gar nicht gerechnet. Aber anscheinend war meine Erde, nach einigen Umtopfaktionen nicht mehr ganz sortenrein und kleine blinden Passagieren haben sich an Bord geschmuggelt.

Eigentlich mag ich dieses Bild gar nicht hochladen, doch es ist nunmal Realität und der muss man abundzu ins Auge sehen...... Tja, das ist sie, meine heiß und innig geliebte Mimose. Und mit ihrem traurigen Anblick wird sie ihrem Namen zu 100% gerecht. Sie kränkelt vor sich hin und will und will nicht mehr genesen.

Daher erscheint es mir geradezu schicksalhaft, dass ich nun zwei kleine Mimosen in die Horde meiner Zimmerpflanzen einreihen wollen. Meine Wohnung soll einfach keine mimosenfreie Zone mehr sein. Ist doch ganz klar!
















Sie wachsen und gedeihen prächtig. Unter der Glaskuppel meiner Tortenplatte, die ich kurzerhand zum Treibhaus umfunktioniert habe, ist es war um feucht genug, um den beiden das optimale Klima zu schaffen



 



























So langsam kann man schon erkennen, was aus den beiden Pflänzchen mal werden soll. Bei ihren Nachbar bin ich mir da nicht so sicher. Aber bleiben dürfen sie trotzdem erstmal.   

Inzwischen sind meine beiden Kleinen fleißig gewachsen. Und auch wenn sie sich unter ihrer Glaskuppel sich sichtlich wohl fühlen, so wird es doch langsam etwas eng.



 




Inzwischen war Umtopfen angesagt.


Nach dem die nicht mehr ganz so kleinen Mimosen eine neue Bleibe gefunden haben und neue Nachmieter ins Treibhaus gezogen sind, kommt hier noch eine kleine Stop-Motion Bildreihe.







 Auch wenn die Kleinen recht empfindlich sind und nicht gerne gestört werden, ab und zu macht es schon Spaß ihnen beim Einklappen ihrer Blätter zu zusehen!

Tschüss







Donnerstag, 21. August 2014

Fazit Kokossubstrat


Moin moin, dieses Jahr hatte ich meine Pflanzenaufzuchtstation mit ganz viel Enthusiasmus, Vorfreude und gutem Gewissen im Wohnzimmer aufgebaut. Insbesondere mit meinem guten Gewissen hatte ich mich sehr angefreundet. Schließlich hatte ich ja extra Ressourcen schonendes Kokossubstrat benutzt, um meine Samen darin auszusähen.... Es ist ja auch wirklich toll, wenn man ein kleines leichtes Päckchen im Handumdrehen in ca. 5 Liter "Erde" verwandeln kann und man zuvor nicht im Gartencenter um Torffreie Blumenerde betteln musste. Nur leider war der Nährstoffgehalt dieses Substrates wohl gleich Null. Und das, obwohl auf der Verpackung "mit Nährstoffen" draufstand. Dieser Schriftzug sollte einen vielleicht eher stutzig machen. Denn meine Pflänzchen sprossen vereinzelt, bildeten ihre ersten vier Blättchen und mikkerten von da an nun noch vor sich hin. Also bin ich doch ins Gartencenter gefahren und habe Blumenerde in den dritten Stock geschleppt. Nach dem Umtopfen ging es ihnen immerhin nach und nach besser. Doch eigentlich waren sie für einen so anstrengenden Umzug noch viel zu kleine. Spätestens beim Auswildern auf den Balkon waren allerdings alle zu stattlichen Pflänzchen herangewachsen. Aber eine besonders schöne Kinderstube war das Kokossubstrat nicht. 

Ich werde nächstes Jahr auf jeden Fall fürs gute Gewissen und kräftige Pflanzen wieder auf herkömmliche Blumenerde ohne Torf zurückgreifen!!!


Das erste Pflänzchen des Jahres

Immerhin weiß ich jetzt, dass dieses Substrat nichts für meinen Aufzuchtstation ist.

Tschüss

Dienstag, 11. Februar 2014

Vorziehen ist angesagt!!!


Gestern konnte ich mich nicht mehr zusammenreißen. Ich musste einfach mit dem Vorziehen von Tomaten und Co. anfangen. Es war spät und dunkel, aber das ist beim Aussähen zum Glück nicht so relevant.




Und so wurde kurzerhand die Fensterbank freigeräumt und mit Abdeckplane ausgelegt. Damit links und rechts kein Wasser unter die Plane laufen kann, hab ich die Seiten nach oben umgeschlagen. Besonders hübsch ist diese Unterlage nicht, aber darüber lässt sich galant hinweg sehen. Erstrecht, wenn die ersten kleinen Keimblättchen zu sehen sind. Was hoffentlich in 3-4 Wochen der Fall sein wird.

Ein bisschen einsam wirkte die Gloriosa zu dem Zeitpunkt schon. Aber auch sie hat im letzten Jahr sehr klein angefangen. 

Ausgesät habe ich: 
Jeweils zwei Töpfe mit Samen der Tomatensorten Tarasenko, Black Prince, Black Russian, Schmucktomate, Reisetomate, Wolfort Wonder, Banana Legs, Cherry Cascade (eine Beschreibung der Sorten findet ihr in meiner Balkonplanung).
Kräuter: Thai-Basilikum, Griechisches Buschbasilikum, Wildes Basilikum, Basilikum Gernoveser, Rotes Basilikum, Kerbel, glatte und Mooskrause Petersilie, Schnittlauch, Dill und Majoran




Und dann ging es ans Werk. Bevor die Samen in die Erde kommen, müssen erst kleine Anzuchttöpfe hergestellt werden. Mit etwas Zeitungspapier und einem Paper Potter geht das wunderbar. Eine tolle Anleitung findet ihr auf der Seite mein kleiner Stadtgarten. Und im Handumdrehen hatten wir 42 Töpfe aus Zeitungspapier. 
 
Und hier das Ganze im Schnelldurchlauf: 
1. Zeitungspapier in Streifen schneiden. 2. Einen Streifen so auf den Potter rollen, dass unten ein Rand übersteht. 3. Kanten an der Unterseite einklappen und Potter auf den Potterfuß drücken. 4. Abheben, Töpfchen vom Potter ziehen und mit Erde befüllen... fertig!
Und solange man immer nur einen Samen pro Pflanzgefäß aussät, spart man sich das Pikieren. Später kann man die Pflanzen einfach mit samt dem Töpfchen in einen größeren Topf umpflanzen. Total praktisch! Die Wurzeln suchen sich problemlos ihren Weg durch das Zeitungspapier, welches später langsam zersetzt wird. 




Da gängige Blumenerde für junge Pflanzen zu scharf sein kann und Anzuchterde oftmals nicht besonders günstig ist, hab ich mich dieses Mal für Kokos Erde entschieden. In diesem Fall kauft man ein 600g schweres Brikett aus gepresster Kokoserde und gießt es zuhause in dem Beutel einfach mit drei Litern Wasser auf. Lässt es kurz quellen und erhält so 10 Liter Kokos Erde. Ich finde das super praktisch und eine sehr gute Alternative zu herkömmlicher  Blumenerde. So umgeht man auch das leidige Torf Thema. 







Für die Beschriftung hab ich dieses Mal eine Wasserflasche aus Plastik zweckentfremdet. Die Wasserflasche einfach in lange Streifen schneiden und mit einem wasserfesten Stift beschriften. Damit sich die Keimdauer besser nachverfolgen lässt, hab ich neben den Sortennamen auch das Datum der Aussaht aufgeschrieben. Mir gefallen diese transparenten Schilder sehr gut. Und wenn man nicht gerade das Datum mit aufschreibt, kann man sie problemlos wiederverwenden. 








Mit einem Essstäbchen lässt sich gut kontrollieren wie weit man den Samen in die Erde drückt. Den Samen gezielt in die Erde schieben und danach die Erde noch etwas fest drücken. Alles gut wässern und fertig...







Am Ende sah es dann so aus. Die Töpfe stehen, mit etwas Abstand zu einander, auf der Fensterbank. So kann die Luft gut um die Töpfe zirkulieren und es bildet sich keine Staunässe. Wenn man die Töpfe zu eng aneinander stellt kann es leicht zu Schimmelbildung kommen.  
Ich habe die Töpfchen nicht nochmal mit Frischhaltefolie, oder Ähnlichem abgedeckt. Das kann man aber gut machen, wenn man seinen Keimlingen ein Treibhausklima verpassen möchte. Der Ort, an dem sie bei mir stehen, wärmt sich bei gutem Wetter besonders schnell auf. Und ansonsten mach ich eben die Heizung ein bisschen an. Und dass ich bei dieser Methode morgens und abends gießen muss, stört mich nicht im Geringsten. Dabei kann ich ganz entspannt beobachten, ob sich schon was getan hat.




Und bei Tageslicht lässt sich sehr gut erkennen, wie die äußere Schicht der Basilikumsamen sich mit Feuchtigkeit vollgesogen hat. Mit dieser Funktion sorgen die Lichtkeimer dafür, dass der Samen immer schön feucht bleibt. Und die klebrige Oberfläche verleiht dem Samen etwas Bodenhaftung. Bei 20°C Raumtemperatur herrschen dann optimalen Bedingungen zum Keimen.






Viel Spaß beim Vorziehen!



Montag, 10. Februar 2014

ein kleiner Kressesnack




Ein bisschen frische Kresse kann nie schaden. Und erstrecht nicht, wenn der Winter jetzt doch noch vorbeischauen möchte. Ein bisschen Unterstützung kann das Immunsystem schon vertragen. Und Kressesprossen können dabei mit ihrem hohen Anteil an  Vitamine, Mineralien, Aminosäuren und Antioxidantien sehr gut helfen. 
Eigentlich sollte als Pflanzgefäß diese alte Ofenschublade herhalten. Ein weiteres Souvenir. Die ist mir, beim Erkunden eines alten, leerstehenden Gebäudes in Leipzig, ins Auge gefallen und musste unbedingt mit. Doch jetzt ist draußen alles gut durchgefroren und die schon fest eingeplante Erde möchte nicht kooperieren. Na dann eben nicht... Jetzt haben wir ein paar unserer Backutensilien darin untergebracht. Funktioniert auch super!


 
Dann kommt eben eine schöne alte Fliese, mit toller Maserung, zum Einsatz. Das ist ebenfalls ein Fund aus Leipzig. Ich finde die Glasur wunderschön! Auch wenn sie unter der Kresse nicht besonders gut zu sehen sein wird. Äußerst praktisch sind auch die Vertiefungen. Darin kann sich etwas Wasser sammeln und das Haushaltspapier trocknet dann nicht so schnell aus.




 




Ich hab die Fliese einfach mit mehreren Lagen Haushaltspapier belegt, dann die Samen darauf verteilt und alles gut gewässert.







Das Ganze dann an einem hellen Ort aufstellen und jeden Tag morgens und abends gießen. Kurz darauf konnten wir schöne scharfe Kresse ernten. Mich freut so etwas immer ungemein!